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| Pressezitate Update: 07.11.2009
SÜDKURIER / Murg-Oberhof vom 04.11.2009Weltmusik aus Russland Extravaganter Konzertabend mit dem Quartett Exprompt"Nahezu blind verstanden sich die vier Künstler und entwickelten gefühlvoll ihr Zusammenspiel. Schicksalhafte Geschichten mit großen Emotionen wurden in perfekter Harmonie erzählt. Im Zusammenspiel schmeichelten sich die traditionellen Instrumente gegenseitig, um dann in emotionalen Soli die enorme Virtuosität der einzelnen Spieler auszudrücken. Der hochkarätige Abend mit russischer Weltmusik von Exprompt unterstrich wieder einmal den erstklassigen Ruf der Hotzenwälder Kleinkunstbühne im Café Verkehrt."
NORDSEE-ZEITUNG / Hagen vom 03.11.2009Riesenbeifall für musikalische Weltreise Russische Gruppe Exprompt überzeugt Publikum in der Burg Hagen"Professionell, mitreißend und voller Spielfreude. So präsentierte sich das Insrumental-Ensemble "Exprompt" in der Burg Hagen. Die vier Vollblutmusiker nahmen das Publikum mit auf eine musikalische Weltreise, die in ihrer Heimat, im nordrussischen Karelien, ihren Anfang nahm. Eine faszinierende Mischung von Musik unterschiedlichster Genres, gepaart mit der wunderbaren Fähigkeit der vier Akteure, Gefühle wie Lebensfreude, Trauer, Liebe und Melancholie musikalisch auszudrücken, ließen den Konzertabend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Die Zuhörer bedankten sich mit langanhaltendem Beifall für das begeisternde Konzert."
DIE RHEINPFALZ / Neustadt (Weinstraße) vom 02.11.2009Jenseits der Klischees Das Quartett "Exprompt" bietet im "Konfetti" anspruchsvolle russische Volksmusik ohne Kosaken-Kommerz"Aus der Kombination der drei Saiteninstrumente mit dem Akkordeon ergibt sich ein sehr interessantes, variationsreiches Klangbild. Alle vier Instrumentalisten haben am Konservatorium studiert, und es war deutlich hörbar, dass hier Musiker spielten, die ihr Handwerk vorzüglich verstehen. Gelungene Improvisationen, die sich auf einem sehr guten Fundament der anderen Instrumente entwickeln konnten, ein ausgesprochen harmonisches Zusammenspiel und ein souveräner Umgang mit den einzelnen Instrumenten waren die Ingredienzien eines erstklassigen Konzerts. Der Musik von "Exprompt" zuzuhören ist angenehm, es ist eine gefällige Musik, die jedoch nie anspruchslos ist, sondern immer auf einem sehr hohen Niveau dargeboten wird. Demzufolge war auch der Beifall im vollbesetzten "Wirtshaus Konfetti" vollauf verdient."
BADISCHE ZEITUNG / Murg-Oberhof vom 02.11.2009Ein ganz besonderes Erlebnis "Exprompt - das steht für freie, spontane Improvisation. Genau deshalb haben sich die vier russischen Musiker aus der Region Karelien diesen Bandnamen gegeben. - Der Abend war für Liebhaber russischer Volksweisen ein ganz besonderes Erlebnis. Mit Balalaika, Domra, einem russischen Konzertakkordeon, Bajan genannt, und dem Balalaika-Kontrabass, entführte das Quartett sein Publikum ins tiefste Russland. Hinter vielen der Stücke verbargen sich dann auch wunderbare Geschichten, die Balalaika-Spieler Alexej Kleshchenko dem Publikum nahe brachte. Die Liebeslieder waren mal melancholisch, mal lustig. "Filzstiefel" hieß eines jener romantischen Instrumentalstücke, das die Geschichte eines sibirischen Mädchens erzählt, das seinen Liebsten besuchen will. Nur hat die Mutter das einzige Paar Filzstiefel versteckt. Doch die Verliebte läßt sich nicht schrecken und macht sich trotz Eiseskälte barfuß auf den Weg. - Die Fingerfertigkeit der vier Musiker war nicht zu übersehen. Die Finger flogen nur so über die dreisaitigen Zupfinstrumente. Das Publikum dankte mit lautem Applaus."
REUTLINGER GENERALANZEIGER vom 09.03.2009Feinsinnig und traditionsbewusst "Reichlich russische Volksmusik bot das russische Quartett "Exprompt" in der Stadtbibliothek: mit viel Ausdruck, aber fern von klischeehaftem Gefühlsüberschwang. Dazu sind die vier Musiker aus der Tübinger Partnerstadt Petrosavodsk viel zu feinsinnig und kunstfertig. Die Absolventen des Petrosavodsker Konservatoriums haben sich dem Musizieren auf russischen Traditionsinstrumenten verschrieben. Olga Kleshchenko spielt das bauchige Saiteninstrument Domra, Alexej Kleshchenko die Sopran-Balalaika, Michail Totskij ein Knopfakkordeon, das Bajan, und Ewgenij Tarasenko die Kontrabass-Balalaika. Volkslieder, etwa aus Sibirien, der Ukraine, Georgien oder dem karelischen-finnischen Kulturkreis wurden präsentiert. 400 Jahre alte Melodien standen genauso auf dem Programm wie Musikmoden vom Beginn des 20. Jahrhundert, als der Zugzug von Arbeit suchenden Bauern in die Industriezentren zur Ausbildung einer "städtischen Folklore" führten oder russische Tänze im spanischen Stil beliebt waren. Dabei verwandelten die Musiker die Melodien in ebenso lebendig pulsierende wie delikat strukturierte Arrangements. Da gab es an Jazz gemahnende Soli, eng verflochtene Wechsel der Stimmführung unter den Instrumenten und subtiles Dialogisieren in bester klassischer Quartett-Kompositionstechnik. So entwickelte Exprompt in seinem Konzert eine erstaunliche Bandbreite an Musikstilen, von der russischen Romanze über Polka und Swing bis hin zu klassischen Werken wie die Bravour-Arie des Figaro aus Rossinis "Barbier von Sevilla". Virtuose Meister auf ihren Instrumenten sind sie: vor allem das dichte Zusammenspiel und die subtil austarierte Leidenschaft ihrer Interpretationen sind die Merkmale der Petrosavodsker Musiker. Mit einem rasanten "Säbeltanz" von Chatschaturjan und einem nicht minder temperamentvollen Stück "Der lustige Caballero" beglückten sie die Zuhörer als Zugabe."
FREIE PRESSE / Plauen vom 03.02.2009Plauen zeichnet Folk-Band aus Plauen. "Ich finde das einfach nur toll", freute sich Alexej Kleshchenko von der Siegerband Exprompt am Samstagabend im Malzhaus Plauen. Er und seine Mitstreiter hatten den Preis beim Plauener Folkherbst-Finale, den "Eisernen Eversteiner" gewonnen. Das ließ den mehr als 2500 Kilometer langen Anreiseweg vom heimatlichen Petrosavodsk (Karelien) ins Vogtland vergessen. Auch Siegfried Maeker, der Deutschland-Manager der Gruppe, bezeichnete den Sieg als einen Meilenstein innerhalb der Bandgeschichte. Maeker erinnerte daran, wie er einst die auf Anhieb sympathischen Musiker buchstäblich auf der Straße entdeckt hatte. Nach der Übergabe des begehrten "Eversteiners" durch Plauens Kulturbürgermeister Uwe Täschner an Exprompt freuten sich die über 300 Gäste in der Malzhaus-Galerie auf das Siegerkonzert. Es sollte ein dreigeteilter Set werden. Los ging es mit traditionellem russischen Folk und enden sollte die Reise bei Anleihen aus der Abteilung Weltmusik. Dabei verschmolzen auf der Bühne wie bereits bei ihrem Wertungsauftritt russische Lebensfreude mit Kreativität sowie absoluter Disziplin. Zwischenapplaus gab es mehrmals. Besonders in dem Moment, als ein von dem Quartett mitgebrachtes siebenjähriges Mädchen mit landestypischer Tracht ein russisches Hochzeitslied vortrug. Für die motiviert agierende Truppe bedeutete der Sieg bei diesem europaweit bekannten Plauener Wettbewerb zugleich eine Eintrittskarte für das diesjährige Tanz-und Folkfestival in Rudolstadt, das vom 3. bis zum 5. Juli über die Bühne geht. Nachdem die dortigen Veranstalter mitbekamen, dass Exprompt in Plauen vollends durchgestartet war, lud man die Band kurzerhand ein. Und zwar gleich für das ganze Wochenende. Russland ist dort übrigens der Länderschwerpunkt 2009.  Roland Barwinsky SÜDDEUTSCHE ZEITUNG vom 24.11.2008 Lustvolle Lieder statt russischer Schwere Karelisches Quartett Exprompt fasziniert in der Seeresidenz mit virtuosem Spiel "Obwohl das Quartett Exprompt aus Karelien kommt, der kulturell ursprünglich mit Finnland eng verbundenen Republik der Russischen Föderation, waren selbst volksmusikalische Stücke keinesfalls von elegischer Schwermut geprägt. Die vier jungen Musiker, die sich 1995 am Konservatorium ihrer Heimatstadt Petrosavodsk zusammengetan hatten, musizierten mit fantasievoller Ausdrucksvielfalt und in lustvoller, musikantischer Manier. Allerdings sei hier angemerkt, dass das russische Musikantentum nichts mit Banalität oder unmusikalischer Stampferei zu tun hat. Zumal die Musiker ihre Instrumente nicht nur überaus virtuos, sondern auch musikalisch einfühlsam einzusetzen verstanden. Die beeindruckend groß dimensionierte Kontrabass-Balalaika von Ewgenij Tarasenko markierte in erster Linie das Metrum, konnte aber auch tremoloartig dunkel gefärbte Melodien anstimmen oder gar virtuose Solopassagen schmettern. Michail Totskij agierte noch multifunktionaler am Bajan, dem russischen Knopfakkordeon, rhythmisierte mir markanten Stößen, raste in Läufen über die Tastatur, stimmte aber auch in weite Melodiebögen ein oder lieferte orchestrale Fülle. Der filigrane Ton der hohen Zupfinstrumente fand darin ein überaus reiches Grundkolorit für die Ausgestaltung in den Höhen. Olga Kleshchenko spielte die bauchige Sopran- und Alt-Domra, die sie mit einem Plektrum erstaunlich sonor zum Singen brachte. Der Ton der Balalaika mit dem Dreieck-Corpus ist verhaltener, dafür substanzvoller und wärmer, von Alexej Kleshchenko mit rasantem Schlag oder auch mit weich geformten Einzelton überaus differenziert in Szene gesetzt. Dieses Können ermöglichte den selbst zu Fantasien arrangierten Versionen der Volkslieder eine anspruchsvolle konzertante Dramaturgie, die einerseits von einem effektvollen Bogen, andererseits von präzis ausgearbeiteten Details lebte. Gerade Letzteres zeigte sich auf der musikalischen Reise um die Welt nach der Pause von treffsicherer Auffassung der spezifischen Besonderheiten. Dieses Vergnügen genoss aber stets den gleich hohen musikalischen Anspruch der E-Musik, die in der außergewöhnlichen Klangfärbung des meisterhaft homogenen Ensembles, insbesondere in modernen Werken, auf ein reichhaltiges Material traf. Lang anhaltende Ovationen und zwei Zugaben.
FELLBACHER ZEITUNG vom 29.11.2008 Filigran, rasant und heiter "Exprompt" spielt Weltmusik "Wie schön, wenn jemand mit Klischees aufräumt: Filigran, rasant und vor allem gespickt mit hintergründiger Heiterkeit präsentierte das russische Quartett Exprompt seine Musik im Großen Haus. Von vermeintlich typisch russischer Schwermut keine Spur. Es ist feine Kammermusik auf traditionellen Instrumenten, mit der die vier karelischen Musiker aus dem Nordwestzipfel der russischen Föderation die Zuhörer in Fellbach begeistern, Die lautenähnliche Domra von Olga Kleshchenko, die russische Akkordeon-Variante Bajan von Michail Totskij, die Sopran-Balalaika von Alexej Kleshchenko und Ewgenij Tarasenkos Bass-Balalaika - all diese Instrumente werden an russischen Konservatorien gelehrt wie Violine oder Klavier, was sich in einer grandiosen Virtuosität niederschlägt. Und glänzende Arrangeure sind die vier durch ihr Studium offensichtlich auch geworden: Ob sie sich russische Volksweisen vornehmen, traditionelle Tänze und Lieder, ob sie Django Reinhardt oder Gioachino Rossini ihre Referenz erweisen: Aus jeder Musik formen sie musikalische Perlen, die sie mit sofort aufs Publikum überspringendem Esprit präsentieren. Die Reaktion der Zuhörer ist eindeutig: Wunderbar, mehr davon - erst nach drei ausgiebigen Zugaben lässt man die Gäste von dannen."
MÜNCHNER MERKUR vom 24.11.2008 Und über allem wacht die korpulente "Schwiegermutter" "Exprompt" in der Seeresidenz "Das riesige Saiteninstrument, mit dem Ewgenij Tarasenko am Donnerstag abend auf der Bühne der Seeresidenz klar kommen muss, nennt sein Musikerkollege Alexej Kleshchenko passenderweise "Schwiegermutter". In Wahrheit handelt es sich um eine Kontrabass-Balalaika, deren imposanter Korpus wie ein hälzerner Rochen aussieht. Das aus Karelien stammende Quartett "Exprompt" - vier virtuose Musiker, die am Konservatorium von Petrosavodsk studiert und sich nun auf Europa-Tournee begeben haben - steht einerseits für traditionelle russische Musik, andererseits für deren moderne Bearbeitung, sozusagen für den karelischen Aufbruch in Richtung "Weltmusik". Die Bezeichnung "Exprompt" steht für spontanes, improvisiertes Musizieren, meist ausgehend von Notenliteratur, aber letztlich sich davon frei machend. Das gilt wohl auch für die Befreiung von Klischees, die schon immer die vermeintlich "traurige russische Seele" zitiert haben und, so der Sprecher Alexej, mit deutschen Ohren "alle unsere Lieder für melancholisch halten". "Exprompt", bereits 1995 gegründet, spielt munter an gegen diese starre Einsortierung - ohne dabei die eigene Tradition zu verraten. Olga Kleshchenko ist eine Meisterin auf der Domra. Das Knopfakkordeon, russisch "Bajan" genannt, ist die Domäne von Michail Totskij. Er holt aus seinem Instrument die erstaunlichsten Klangbilder heraus. Alexej Kleshenko ist gemeinsam mit Olga der rasende Virtuose auf der Balalaika. Ob karelische Volksweisen,georgische Liebeslieder, russische Tänze, Django-Reinhardt-Swing oder lateinamerikanisch beeinflusste Tangos - alle Gangarten und Tempi geht er mit. Und über all dem wacht schwer die korpulente "Schwiegermutter", die Riesen-Balalaika, gespielt von Ewgenij Tarasenko. - Einer der vielen Höhepunkte des karelischen Abends war das alte Petersburger Arbeiter- und Handwerkerlied "Es dreht sich der blaue Ballon" - da summten sogar manche Zuhörer ergriffen mit. Karelien und seine großen Seen, gleich in der Nachbarschaft Finnlands gelegen, ist dank "Exprompt" hoffentlich bald kein weißer Fleck mehr auf der Karte der Weltmusik. Drei CDs gibt es bereits.
RHEIN-NECKAR-ZEITUNG / Eberbach vom 24.11.2008 Exprompt an neuen Ufern Karelisches Quartett begeistert sein Publikum im Kulturlabor "Seit 1995 sind die Musiker aus Karelien auf der Suche nach Möglichkeiten, den traditionellen russischen Volksinstrumenten einen gebührenden Platz auf der Konzertbühne zuzuweisen: Balalaika, das Symbol der russischen Musik, das Zupfinstrument Domra, das Knopfakkordeon Bajan und der imposante dreisaitige Balalaika-Kontrabass. Professionell und kreativ bewiesen die vier Absolventen des Petrosavodsker Konservatoriums, dass sie neue musikalische Ufer erreicht haben. Die erstaunliche Bandbreite ihrer Musik geht weit über die große Tradition russischer Volksmusik hinaus. In eigenen Bearbeitungen drücken sie Lebensfreude, Trauer, Liebe und Melancholie aus. Mit schwindelerregender Fingerfertigkeit, unbändiger Spielleidenschaft, virtuosen Soli und feinsinnigem Ensemblespiel begeisterte Exprompt das Publikum. Für die "Quadrille", das Potpourri über die Wolga und für die finnische Polka erhielten die vier Profimusiker enthusiastischen Beifall. Im zweiten Teil des Abends nahmen sie das Publikum mit auf eine musikalische Weltreise. Mit Zigeuner-Jazz, dem italienischen Lied vom "Blauen Kanarienvogel", südamerikanischer Samba und dem amerikanischen "Alten Banjo" zeigte das Quartett eindrucksvoll, dass die Traditionsinstrumente mehr können als Herz und Schmerz der russischen Seele auszudrücken."
FREIE PRESSE / Plauen vom 10.11.2008 Russische Seelenmusik klingt ungewohnt frisch Gruppe Exprompt überzeugt im Folkherbst mit weltläufigem Sound "Die Zuhörer des vierten Folkherbst-Wertungskonzertes am Samstag im Plauener Kulturzentrum Malzhaus wollten die Musiker der russischen Gruppe Exprompt nicht von der Bühne lassen. Nach mehreren Zugaben hatten sie schon einige ihrer schweren Instrumente weggeschleppt, doch die begeisterten Gäste gaben nicht auf. Sie klatschten, jubelten und forderten nachdrücklich die Rückkehr - bis die Band klein beigab und noch ein Stück spielte. Alte russische Volkslieder, Zigeunertänze, Ausflüge in die Weltmusik und das Operngenre hatten das Publikum restlos überzeugt. Exprompt hatte frisch und munter aufgespielt und war dabei Anklängen an Kitsch und Sentimentalität streng ausgewichen. Die Musiker hatten beispielsweise eine Referenz an den Sinti-Swing-Meister Django Reinhardt im Programm. Die genauso perfekt inszenierten musikalischen Abstecher unter anderem nach Griechenland, Amerika und Deutschland ebneten geradlinig den Weg zum furiosen Finale. Die Zuhörer erlebten dabei als Krönung des Abends ein Stück aus Gioachino Rossinis Oper "Der Barbier von Sevilla". Die seit 1995 gemeinsam auftretenden Musiker bestachen zudem durch die meisterhafte Beherrschung ihrer Instrumente Balalaika, Domra, Bajan und Kontrabass-Balalaika.
STARKENBURGER ECHO / Heppenheim vom 11.11.2008 Weltmusik aus Karelien Quartett "Exprompt" begeistert im Alten E-Werk in Heppenheim "Die Gäste von Forum Kultur kamen aus dem Staunen nicht heraus über die enorme Bandbreite von Tönen und Stimmungen, die die Karelier ihren traditionellen Instrumenten zu entlocken wussten. Das Klischee, russische Musik - gleich welcher Art - sei prinzipiell melancholisch, wurde vehement widerlegt, wenngleich in Schalows "Liebeslied" Michail Totskij und sein Akkordeon pure Liebeslust und Seelenpein verströmte. Im Duett sangen Domra und Balalaika manch zarte Weise, einfühlsam von Totskij und Ewgenij Tarasenko am Balalaika-Kontrabass begleitet. Immer wieder wurden "Bravos" laut, zumeist, wenn es wie bei der Romance "Das Mädchen Nadja", der "Karelisch-finnischen Polka" oder der lustigen Liebesgeschichte "Filzstiefel" heiß zur Sache ging. Doch auch das traditionelle russische Klangbild "Waldwiese", das einen Eindruxck gab von der urtümlichen Landschaft Kareliens - wo es inmitten riesiger Wälder außer zigtausend kleinen Seen und Flüssen den Onegasee (16mal so groß wie der Bodensee) gibt - wurde begeistert gefeiert.. Ein spielfreudiges und präzise aufeinander eingespieltes Ensemble, das die leisen Töne wie auch gewaltige Gefühlsausbrüche kennt; das exakt schmerzhafte Pausen setzt, bevor es wieder Tempo aufnimmt, um es unaufhaltsam drängend zu steigern. Mit Pep und Witz kommen die Bearbeitungen und Interpretationen westlicher Musik daher. Wenn etwa Django Reinhardt Pate steht, ein neapolitanisches Lied oder "Der alte Mercedes" ertönt, eine Hommage an Deutschland, "das so viele alte Sachen hat". Bei der Cavatine des Figaro aus Rossinis "Barbier von Sevilla" ging im Alten E-Werk schließlich vollends die Post ab. Die helle Begeisterung zeitigte denn auch entsprechende Zugaben."
HOHENLOHER TAGBLATT vom 15.12.2007 Ein musikalisches Feuer, das die Seele wärmt "Exprompt" in der Seeresidenz "Die russische Formation zeigte, wie man nicht nur virtuos, sondern auch ausdrucksstark musizieren kann. Denn "Exprompt" schleicht sich in die Seele. Und das ist alles andere als unangenehm, was die professionellen Musiker dann mit ihr machen: Ob das Glöckchen dann eintönig klingt (so der Titel einer überhaupt nicht so eintönigen russischen Romanze), ob ein Stück von Django Reinhardt herüberklingt oder ob Figaro in seiner Kavatine aus Rossinis "Il barbiere di Siviglia" über das Barbier-Dasein lamentiert. Alexej Kleshchenko versah die Stücke mit einer trocken-witzigen Moderation. Den "Blauen Ballon" ließ das hervorragend aufeinander abgestimmte Quartett als langsamen Walzer am Publikum vorbeischweben, ebenso wie ein in Russland sehr beliebtes neapolitanisches Gassenlied. Hier - wie auch sonst - zeigten Alexej Kleshchenko, Domra-Spielerin Olga Kleshchenko, Michail Totskij auf dem Bajan und Ewgenij Tarasenko auf der Kontrabass-Balalaika, dass sie nuancenreich, feinsinnig und gewitzt zu spielen imstande sind. Und das konnte, wie in der zweiten und dritten Zugabe, auch klassische, aber von Folklore beeinflusste Stücke wie Aram Chatschaturjans "Säbeltanz" aus dem Ballet "Gajaneh" oder "Sorbas Tanz" von Mikis Theodorakis umfassen, in denen man weder das Sinfonieorchester noch die Bouzouki vermisste. Ein gelungener, furioser, zuweilen auch melancholischer Mix.
HOHENLOHER TAGBLATT vom 25.07.2007 Diese Spielfreude steckt einfach an Stehende Ovationen gab es im Bürgerhaus von Herrentierbach für das furios aufspielende Ensemble "Exprompt" aus Russland "Balalaika, Domra, Bajan - was sich wie die Besetzung russischer Straßenmusiker liest, erwies sich bei "Exprompt" als deutlich anders. Das wurde allerspätestens mit "Laras Thema" aus der Filmmusik Maurice Jarres zum Klassiker "Doktor Schiwago" deutlich. Denn das russische Quartett verweigerte sich dem Kitsch, der selbst der Originalversion mit Orchester allzu nahe ist. Bei den Musikern wurde die sehnsüchtige Melodie eben nicht gleich Domra (Olga Kleshchenko) und Sopranbalalaika (Alexej Kleshchenko) anvertraut, sondern zuerst dem Bajan (Michail Totskiy), der russischen Ausführung des chromatischen Knopfakkordeons. Es entstand ein feinsinniges Gewebe, das den Walzerrhythmus im Hintergrund nicht verdrängte. - Bei aller Lust für virtuose Brillanz hatten sie bei Volksliedern im Stil von "Schwarze Augen" oder "Filzstiefel" oder Pietro Frosinis "Der lustige Caballero" sehr viel für Feinheiten und Klangeffekte übrig. Das kam Tangos von Astor Piazzolla genauso entgegen wie klassischen Stücken von Wolfgang A. Mozart, Gioachino Rossini, Walrij Gawrilin oder Alfred Schnittke. Hier spielte auch immer das Gewitzte und der Witz in der Wiedergabe eine große Rolle. Da konnte zu Igor Jakuschenkos "Das alte Banjo" durchaus plötzlich "Oh When The Saints Go Marchin' In" hervorklingen oder als erste Zugabe völlig unerwartet Musik aus Mikis Theodorakis' "Alexis Sorbas". Ein furioses, brillantes und begeisterndes Quartett eben."
HOHENLOHER ZEITUNG vom 24.07.2007 Melancholie und Temperament verschmelzen Hohenloher Kultursommer: Russisches Ensemble Exprompt zeigte internationales Repertoire "Olga und Alexej Kleshchenko, Michail Totskiy und Jewgeni Tarasenko brauchen ihre Musikalität jedenfalls nicht zu verstecken. Im Gegenteil: Ihre technischen Fertigkeiten sind so beeindruckend, wie ihr Zusammenspiel fehlerlos ist. Beim solistischen Reigen ist ihnen kein Tempo zu hoch. Und wenn Tarasenko mit seiner Bassbalalaika in die Tiefe geht, Totskiy die Klangfülle seines Bajan (Knopfakkordeon) ausschöpft und die Kleshchenkos Domra und Balalaika tremolieren lassen, klingt das Quartett wie ein ganzes Orchester. Schon nach der Ouvertüre zu Mozarts "Die Hochzeit des Figaro" werden erste Bravorufe laut. Die Begeisterung der über 200 Besucher in der Kelter reißt auch nicht ab, als Exprompt Alfred Schnittkes "Suite im alten Stil" als rasanten Lauf über Stock und Stein wiedergeben oder Teile von Walerij Gawrilins Ballet "Anjuta" absichtsvoll mit schrägen Tönen verbinden. Von der Wolga an den Rio de la Plata führt die Reise mit Kompositionen von Astor Piazzolla. Hier machen die Musiker die emotionale Zerrissenheit einer Frau, die zwischen zwei Männern steht (Suite "The rough dancer and the cyclical night"), mit dramatischen Stimmungswechseln greifbar. - Am Ende kehrt das Quartett mit einer blitzenden Version von Katschaturians "Säbeltanz" in seine Heimat zurück.
DER NEUE TAG vom 03.08.2005 Von Watalinkas, Walenkis und Waldwiesen Begeisterungsstürme für das russische Ensemble "Exprompt" bei den Wurzer Sommerkonzerten "Vor Temperament berstend, voll glühender Leidenschaft und dann wieder so unendlich traurig. So traurig, als ob an diesem friedvollen, heiter sonnigen Sonntagnachmittag aller Weltschmerz über den idyllischen Wurzer Pfarrhof hereinbricht, und – Schopenhauer lässt grüßen – man einfach nur ein bisschen mitweinen möchte. Mitweinen zu russischer Volksmusik, die von "Watalinkas", "Walenkis", und "Waldweisen" erzählt. Und von Liebe, die, wie könnte es anders sein, sich nicht erfüllt. Über 3000 Kilometer waren sie von ihrer Heimat entfernt, das vierköpfige Ensemble "Exprompt" aus Nordrussland, nahe der Grenze zu Finnland. Mit Balalaika, Domra (das Lexikon sagt: Langhalslaute mit bauchigem Corpus und drei Drahtsaiten), Bajan (Knopfakkordeon) und Bass-Balalaika begeisterten sie vom ersten Ton an. Ob originale Volksmusik, Bearbeitungen klassischer Werke wie Alfred Schnittkes "Suite im alten Stil" oder "Weltmusik" von Django Reinhardt, Maurice Jarre und Astor Piazolla. Eine geschickte Programmauswahl, doch im Grunde genommen hätten sie spielen können, was sie wollen. Wenn vier "Vollblutmusiker" – und wie könnte man sie anders benennen! – Lust haben, miteinander zu musizieren, dann passt und stimmt alles. Ob nun "Walenki" (Filzstiefel!) einfach nur Weihnachtslied oder doch eher "erotisches" Volkslied ist, das weiß auch Balalaika-Spieler und Moderator Alexej Kleshchenko nicht so genau zu entscheiden. Es bleibt der Fantasie des Hörers überlassen, ob er nur stampfende Filzstiefel im Schnee oder anderes hören will. Und wenn Olga Kleshchenko mit ihrer Domra und melancholischem Blick gen Himmel Melodien aus Rossinis "Barbier von Sevilla" anstimmt, Michail Totskiy eben diesen – nicht ohne gewisse schauspielerische Begabung – auf dem Knopfakkordeon seine berühmte "Kavatine" singen lässt, sich mit berauschend virtuosem Akkordeonspiel in die fulminante Stretta stürzt und das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinreißt, dann, ja dann ist man davon überzeugt, dass im tiefsten Winkel der russischen Seele zugleich etwas Südländisches steckt, dass die Rede von der Universalität der Musik keine Floskel ist. "Wollen Sie, dass wir eine Zugabe spielen?" Die wohl unsinnigste und überflüssigste Frage des Abends, die vom Publikum mit donnerndem, kaum enden wollenden Applaus "bestraft" wurde."
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